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PUCKEN – bewährt, aber etwas umstritten

Babys und Kleinkinder, die nachts schreien statt schlafen, gibt’s schon seit Urzeiten. Die Praxis des Einwickelns oder Puckens ist deshalb schon seit tausenden von Jahren eine häufig angewandte Methode für leidgeplagte Eltern. Schon Flintstones, Römer, Ritter und Co. wickelten um die Wette.

Pucken funktioniert deshalb, weil Babys bereits im Mutterleib ein Bedürfnis nach Geborgenheit und Enge entwickeln. Manche wissen mit der plötzlichen „Freiheit“ nicht umzugehen und wecken sich selber auf, z.B. aufgrund des Moro-Reflexes.

Mit zunehmendem Fortschritt und gesundheitsmedizinischen Erkenntnissen kamen dann aber auch die Nachteile des Puckens zum Vorschein. Ärzte und Kinderspezialisten begannen vor engem Pucken zu warnen.

Studien zeigten erhöhte Risiken für Hüftdysplasie, Abplattung des Hinterkopfs, Atemwegsinfektionen und verspätete Gewichtszunahme.

So waren Eltern der Entscheidung ausgesetzt, wickle ich mein Kind ein wie eine Mumie und riskiere Frustration und mögliche unerwünschte Nebenerscheinungen, oder ärgere ich mich nächtelang herum weil das Kind nicht durchschläft.

Heute gibt es moderne „Zwischenwege“ wie der PUCKY. Die ideale Mischung aus Freiheit und Enge. Die perfekte Mitte zwischen Geborgenheit und neugierig erkundender Motorik.

Der Moro-Reflex

Diese Schreckreaktion kann bei Babys eben auch mitten im Schlaf auftreten. Statt in den Tiefschlaf zu gleiten, zucken sie zusammen, als würden sie fallen. Einige kommen damit weniger gut klar als andere, erschrecken, wachen auf und beginnen zu weinen oder schreien.

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Was Ärzte sagen

Dr. Hermann Josef Kahl
Experte für Prävention im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte

„Viele Säuglinge wehren sich zunächst gegen das Pucken, werden dann aber besonders ruhig. Sie geben auf und werden passiv. Die beruhigende Wirkung des Puckens besteht also darin, dass das Kind zutiefst frustriert wird.

Pucken vermittelt dem Kind auch keineswegs die Enge des Mutterleibs, wie oft behauptet wird. Im Mutterleib liegt das Kind in der typischen Embryonalhaltung, es kann sich dort in Grenzen auch bewegen, etwa treten. Gepuckte Babys liegen dagegen ausgestreckt und können weder Arme noch Beine bewegen.

Eltern sollten daher auf das Pucken verzichten und ihrem Kind die Bewegungsfreiheit lassen, die es braucht, um sich körperlich und seelisch gesund zu entwickeln.“

Dr. Pierre Schneider
Zürcher Kinderarzt

„So ist das Kind den vielen unwillkürliche Bewegungsabläufen und Reflexen weniger unterworfen und kann sich besser beruhigen. Locker gepuckte Kinder erschrecken weniger über ihre unkontrollierbaren Bewegungen und schlafen besser. Das belegen mehrere Studien.“

Dr. Richard Schwend, M.D., FAAP
(erkannte Häufung von Hüftdysplasie in indianischen Kulturen)

„Modernes Pucken erfordert Freiheit der Beine und Hüften. Es verhindert Schreckreflexe, die sie nicht unter Kontrolle haben.“

Dr. Harvey Karp
Kinderarzt

„Die Welt ist zu gross für sie! Das ist der Grund, weshalb sie gerne in unsere Arme gekuschelt und gewickelt werden.“